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Der Intensivtransportwagen

Der Intensivtransportwagen (kurz: ITW) wird zur Versorgung und zum Transport von Intensivpflichtigen Patienten eingesetzt. Das Fahrzeug wir daher hauptsächlich für Verlegungsfahrten zwischen den Intensivstationen der verschiedenen Krankenhäuser und Uni-Kliniken eingesetzt.
Jeder dieser speziellen Transporte muss zuvor vom Beratenden Arzt für Notfall- und Intensivtransporte (B.A.N.I) genehmigt werden.
Insgesamt werden in Rheinland-Pfalz fünf dieser Fahrzeuge vorgehalten.

Die DRK-Rettungsdienst Rhein-Mosel-Eifel gGmbH hält am Standort Koblenz seit dem 16. Juli 2014 einen ITW mit dem Funkrufnamen Koblenz 1/81/1 vor.

Als Basisfahrzeug steht ein LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,49 t vom Typ MAN TGL 8.220 4x2 BL zur Verfügung, das von der Fa. Fahrtec mit einem Vollaluminiumwechselkoffermodul ausgestattet wurde. Das Basisfahrzeug verfügt über eine Ladebordwand, die für Lasten bis zu 1.500 kg ausgelegt ist.

Der ITW ist mit einem neuartigen Schwerlast-Intensiv-Transport-System (Heavystar SITS der Fa. Starmed) ausgestattet, das zur Versorgung von Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu maximal 330 kg geeignet ist. Das Fahrzeug ist ausschließlich für den Transport von Patienten, die intensivmedizinisch zu versorgen bzw. zu betreuen sind, vorgesehen ist.

Das ITW-Personal des DRK´s besteht jeweils aus zwei Rettungsassistenten, die an einem Intensivtransport-Kurs nach DIVI sowie einer hierauf abgestimmten Praxisphase auf einer Intensivstation teilgenommen haben. Darüber hinaus wurden die Mitarbeiter in spezieller Fahrzeugkunde (LKW) geschult und in Fahrtrainings ausgebildet. Im Einsatzfall wir die Fahrzeugbesatzung durch einen Arzt sowie ggf. einen Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin des BWZK´s ergänzt. Bei Bedarf (z. B. Transport mit intraaortaler Ballonpumpe [IABP] oder extrakorporaler Membranoxygenierung [ECMO]) kann die Besatzung um einen sachkundigen Medizintechniker ergänzt werden.

Das Fahrzeug entspricht der DIN 75076 (Intensivtransportwagen). Die Norm legt ergänzende Anforderungen zur DIN EN 1789 Typ C fest, daher verfügt der ITW zunächst über alle Ausrüstungsgegenstände eines Rettungswagens. Darüber hinaus steht folgende Medizintechnik/Ausstattung zur Verfügung:

Am Schwerlast-Intensiv-Transport-System wird mitgeführt:

  • 1 Beatmungsgerät mit Kapnographie (Hamilton T1®)
  • 1 Defibrillator/Monitorsystem (Corpuls C3®) mit invasiver und nichtinvasiver Blutdruckmessung, Temperaturmessung und Telemetriemodul
  • 8 Spritzenpumpen (Braun Perfusor Space®)
  • 1 Absaugeinheit (Weinmann ACCUVAC Rescue®)
  • O2-Versorgung

Im Fahrzeug:

  • 1 Beatmungsgerät (Medumat Transport®)
  • 1 mobiles Ultraschallgerät (Sonosite®)
  • 1 System zur Thoraxkompression (Physio Control Lucas 2®)
  • 1 Absaugeinheit (Weinmann ACCUVAC Rescue®)
  • 1 Akutlabor/Blutgasanalyse (TruPoint IRMA®)
  • 1 Videolaryngoskop (Ambu King Vision®)
  • 1 Bronchoskop (Ambu aScope®)

Als Bestandteil des Notfall- und Intensivtransportsystem in Rheinland-Pfalz (N.I.T.S) ist der Schwerlast-ITW ausschließlich über die jeweils für die abgebende Klinik zuständige lokale Leistelle anzufordern. Von dort aus werden die weiteren Abklärungen unter Einbindung der „beratenden Ärzte für Notfall- und Intensivtransporte“ (B.A.N.I.) eingeleitet. Weitere Informationen hierzu unter http://www.aelrd-rlp.de/

Die 24h-ITW-Bereitschaft teilt sich das DRK mit dem Bundewehrzentralkrankenhaus. Die erste Hälfte des jeweiligen Monats wird die Besetzung durch das DRK Sichergestellt und die zweite Hälfte durch die Kollegen des BWZK.